Ein kleiner Frühlingsgruß

Tulpen (c) Monika Herkens
Tulpen
Datum:
So. 22. Feb. 2026
Von:
Susanne Jansen (Ihre Gemeindereferentin)
Liebe Leserinnen und Leser,
so manches im Leben berührt uns oder lässt uns kalt. Schnell fallen vielfach diesbezüglich die Entscheidungen. Da sind aber auch jene Worte, Momente, Erlebnisse, bei denen wir innehalten, denn wir wissen zunächst nicht so recht, wie wir diese einordnen können.
So las ich folgende Zeilen und war hin- und hergerissen, ob sie mich ansprachen, oder ob ich sie unter ‚darauf kann ich verzichten‘ (verstaubte Redensart) verbuchen sollte:
„Jährlich greifet deine Güte in die Erde, in die Herzen.
Jährlich weckest du die Blüthe.“ von Friedrich Rückert (1788 – 1866)
Erneut schaute ich auf diesen Text und er rührte mich.
Das Erwachen der Natur, die ersten Frühlingsboten und das Weichen der langen Nächte bei langsam zunehmender Wärme ist wohltuend. Das jährlich wiederkehrende Frühlingserwachen erfreut unser Herz und belebt uns.
„Gott sah alles an, was er gemacht hatte. Es war sehr gut.“ (Gen. 1,31)
So lesen wir in der Schöpfungsgeschichte. Ja, ich glaube, gut ist Gottes Schöpfung, trotz all der uns immer wieder neu erreichenden negativen Schlagzeilen. Auch heute erweckt Gottes Kraft immer wieder neues Leben, schenkt Hoffnung und Zuversicht durch sein Wirken in seiner Schöpfung und in unsere Herzen.
So können auch wir Menschen hierauf bauen und unser Glauben kann immer wieder neu aufblühen im Vertrauen auf ihn, den, der alles erschaffen hat.
Vielleicht kann unser Glaube so stark aufblühen, dass wir die Zeilen, die einst ein junger Jude kritzelte, an die Mauer des Warschauer Ghettos, nicht als verstaubt auf die Seite schieben, sondern als ein uns geschenktes, unser Leben bereicherndes Glaubenszeugnis annehmen:
„Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint.
Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht spüre.
Ich glaube an Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe.“
Mit freundlichem Frühlingsgruß
Susanne Jansen (Ihre Gemeindereferentin)